Rezension zu O'Reillys »Statistik von Kopf bis Fuß«
Die Bücher aus der Head-First- oder Von-Kopf-bis-Fuß-Reihe
kann man wahrscheinlich komplet und uneingeschränkt empfehlen. Mich
hat das Buch Statistik von Kopf bis Fuß
vor allem deswegen
interessiert, weil Statistik in der Regel verpönt und ungeliebt
ist. Schüler wie Studenten schimpfen auf dieses Fach und finden es
fast ausnahmslos schrecklich. Da war es für mich spannend zu sehen,
wie die Autoren den Leser heranführen und wie das Wissen vermittelt
wird.
Typisch für die Reihe ist die Herangehensweise. Wissen wird nicht linear vermittelt. Vielmehr werden ganz unterschiedliche Elemente eingebaut. Da interviewen sich unterschiedliche Statistikelemente und geben so Einsichten. Es gibt einen Abschnitt mit (nicht so) dummen Fragen. Vieles Wissen wird auf unterschiedlichen Wegen und durch unterschiedliche Arten der Wiederholung vermittelt. Das macht das Lesen sehr abwechslungsreich und ich habe den Eindruck, dass es mich nicht so schnell ermüdet.
Das Buch behandelt alle wichtigen statistischen Begriffe von Grund auf. Vorwissen ist meiner Meinung nach nicht notwendig. Die Autoren nehmen den Leser an die Hand und führen in durch die Materie. Dabei schlüpft man mal in die Rolle eines Statistikers, der für ein Casino oder einen Hersteller von Süssigkeiten, Vorschläge machen soll. Die jeweilige Aufgabe wird zu Beginn des Abschnitts erklärt. Schließlich erarbeitet sich der Leser Schritt für Schritt die Lösung. Am Ende des Kapitels hat der Leser einiges an Wissen gewonnen und dieser Zuwachs passierte fast unmerklich.
Die Reise durch die Welt der Statistik erfolgt dabei auf einer sehr spielerische Art. Dennoch wird tiefgehendes Wissen vermittelt. Ich studiere selbst Mathematik und das Wissen, welches etwa in zwei Semestern präsentiert wurde, ist ungefähr der Inhalt des Buches.
Wie ich schon zu Beginn schrieb, ist das Buch für jeden Interessierten nur zu empfehlen. Ich habe das Buch mittlerweile einigen Studenten aus den Wirtschaftswissenschaften und der Philosophie nahe gelegt. Alle waren letztlich sehr zufrieden.
(Jens Kubieziel)