Stammtisch: Nachlese vom 06. April 2006
Drucken mit HP-Druckern
Bernd erhielt aus dem Bestand von Jens einen HP Deskjet 610C und will natürlich mit diesem auch drucken. Seine Frage war, wie der dies mit CUPS machen kann. Nach unserer Meinung geht dies am besten mit dem hpijs-Treibern. Nach den Angaben von Linuxprinting ist dies auch so richtig. Martin schlug vor, statt CUPS lieber GhostScript zu nutzen. Der Befehl hierzu ist: gs -sDEVICE=hpijs -dNOPAUSE -sOutputFile=abc.ps datei.ps -c quit. Wenn die Datei in Ordnung ist, sie mittels cat datei.ps > /dev/lp0 gedruckt werden.
XGL
Im Verlauf des Abends kamen wir auch zu grafischen Oberflächen. Dort wurde insbesondere XGL angesprochen. XGL ist eine X-Implementierung, die OpenGL benutzt. Wer es gern mal probieren möchte, kann sich eine Live-CD herunterladen.
C++ und Python
Matti will innerhalb eines C++-Programms Pythonthreads aufrufen und diese mit dem Programm steuern. Uns fiel hierzu am Stammtisch nichts ein. Thomas schlug später vor, Extending and Embedding the Python Interpreter mal näher zu betrachten.
Im wesentlichen läuft es darauf hinaus, den Python-Interpreter genau wie eine beliebige andere Bibliothek einzubinden und per ganz normaler Funktionsaufrufe dazu zu veranlassen, ein Python-Script zu interpretieren. Das wird als Embedding bezeichnet.
Die Interaktion mit dem Hauptprogramm kommt dadurch zustande, daß man den Interpreter zuerst ein Python-Modul importieren läßt, das als Shared Object vorliegt und den Zugriff auf die Datenstrukturen des Hauptprogramms regelt. Das ist Extending.
Konzeptionell einfacher ist es, das Hauptprogramm in Python zu schreiben und nur Extending zu betreiben, indem man zeitkritische Teile in C implementiert (siehe z.B. MandelbrotGame). In Mattis Fall war es jedoch eine Vorgabe, daß das Hauptprogramm in C++ sein sollte.
xmodmap
Wieder einmal war das Umbelegen der Tastaturkombination ein Thema. Innerhalb von X mittels xmodmap passieren. Dazu zeigt man sich die Belegung mit xmodmap -pke an bzw. leitet die Ausgabe in eine Datei um. In der Datei werden dann die Änderungen gemacht und nach dem Speichern wird die Datei mit xmodmap $DATEI eingelesen.
Frank schlug noch vor, setxkbmap zu nutzen.
nvidia-Treiber unter GPL?
Am Stammtisch behauptete jemand, dass die Nvidia-Treiber neuerdings unter GPL stünden. Wir waren jedoch der Meinung, dass eher nur das Shellskript, welches die Closed-Source-Quellen installiert unter GPL steht. Adi schrieb später in der Diskussion:
Ich weiß nicht, ob es ATI oder nvidia war, aber einer von beiden hat letztlich für ein paar fast-aktuelle Karten Source an X.org gegeben (eventuell GPL).
